2. Dezember 2019 Von: Max in AbenteuerGadgetsReisetipps

Es gibt Reiseveranstalter, die schicken ihre Gäste an wirklich besondere Orte auf unserem Erdball. Andere machen die Reise selbst schon zum Erlebnis. Ein kanadischer Reiseveranstalter kombiniert beide Elemente zu einer noch nie dagewesenen Erfahrung. Das Ziel: die südlichen Gletschereisfelder nahe dem bekannten Wintersportort Whistler. Das Reisefahrzeug: ein zum Wohnmobil umgebauter Pistenbully. Snowplaza berichtet über ein außergewöhnliches Abenteuer in Kanada.

Ein Pistenbully als Wohnmobil

Die Idee einen Pistenbully zum Transport von Skifahrern umzubauen war nicht neu. Ein voll funktionsfähiges Wohnmobil daraus zu kreieren sprengt zwar nicht die Vorstellungskraft, ist dennoch revolutionär auf dem Reisemarkt. Der Vorstand des kanadischen Reiseveranstalters wagte eine Investition und baute für seine Reiseangebote einen Pistenbully zum Wohnmobil um. In der dreimonatigen Bauphase wurden alle Szenarios durchgespielt und auf jedes noch so kleine Detail geachtet. Heraus kam ein Wohnmobil, das sich für Expeditionen und Erkundungen in das 325 Quadratkilometer große Gletscherarial eignete und den Gästen jedmöglichen Komfort bieten sollte, auch bei -15° C.

Pistenbully Wohnmobil
Das Pistenbully-Wohnmobil wurde speziell für die Expeditionen zu den Ice Caps gebaut (Foto: © Headline Mountain Holidays, Daniel Fox)

Technische Details des Pistenbully-Wohnmobils

Der Pistenbully wurde mit einem Truck-Wohnmobil-Aufsatz versehen, der Schlaf- und Wohnplätze für bis zu vier Personen bietet. Ein kleiner Ausflug zu den Gletscherfeldern mit der ganzen Familie? Kein Problem! Als Basis dafür dient ein 2006 Pistenbully Edge Snowcat Park Bully mit 500 PS, der sich wirklich durch jede Schneelandschaft graben kann.

Traumhafte Aussicht
Auf der Expedition warten traumhafte Aussichten (Foto: © Headline Mountain Holidays, Daniel Fox

Ausstattungsmerkmale und Versorgung

Die Wohnkabine kann auf vier Stelzen abgestellt werden, damit der Pistenbully alleine weiterfahren oder repariert werden kann. Betrieben wird das Pistenbully-Wohnmobil mit einem Dieselmotor. Für die weitere Energieversorgung sorgen ein 3.000 Watt-Generator und eine Solaranlage. Der Wassertank ist mit einer Anti-Freeze-Flüssigkeit versehen, damit das Trinkwasser nicht gefriert und insgesamt drei Abwassertanks sorgen dafür, dass keine unerwünschten Hinterlassenschaften in die Natur gelangen. Ein Kühlschrank wäre bei diesen Temperaturen sinnlos, auch deswegen weil auf diesen Reisen für die Gäste gekocht wird. Wie dieser Trip aussieht, das lesen Sie jetzt.

Auf dem Weg zum Ice Cap
Das Pistenbully Wohnmobil auf dem Weg von Ice Cap nach Ice Cap (Foto: © Headline Mountain Holidays, Daniel Fox)

Wie sieht so eine Reise zu den Gletscherfeldern aus und was kostet sie?

Die abenteuerliche Reise beginnt in Whistler, wo sich der Sitz des Reiseveranstalters befindet. Von dort aus werden die Gäste mit einem Helikopter zu den sogenannten Ice Caps weiter nördlich geflogen. Ice Caps sind große Eismassen, die eine riesige Fläche Land überziehen und auch von Innen erkundet werden können. Die Gäste beziehen dort angekommen das Pistenbully-Wohnmobil und begeben sich in ihm auf eine mehrtägige Expeditionsreise durch die Ice Caps. Erkundet werden auch die Eishöhlen, die sich darunter befinden. Verpflegt werden die Gäste durch einen Koch, der auch spezielle Eishöhlen-Dinner vorbereitet. Wem der Pistenbully zu langsam ist, der kann auch auf kleineren Schneemobilen die traumhafte Umgebung erkunden. Der Preis pro Nacht für das Pistenbully-Wohnmobil beträgt 40.000 USD.

Atemberaubende Ice Cap Höhlen
Die Ice Caps sind nicht nur an der Oberfläche atemberaubend (Foto: © Headline Mountain Holidays, Marc Dionne)

Nicht nur Tourismus

Der Luxus-Reiseveranstalter hat nicht sich nicht nur zum Ziel gesetzt Touristen auf die Ice Caps zu bringen, sondern will seine Gäste auch über die Sensibilität dieses Ökosystems aufklären, das durch den weltweiten Klimawandel betroffen, einem stetigen Wandel unterzogen ist. Drei Prozent des Gewinns stiftet das Unternehmen außerdem der Organisation „White is Green“, die innerhalb eines Forschungsprogramms der Simon Fraser Universität die Entwicklung der Ice Caps dokumentiert und Studenten die Erforschung der Ice Caps ermöglicht.

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Aufgewachsen im schönen Bayern, hatte ich die Berge stets in greifbarer Nähe. Im Winter arbeite ich im Zillertal als Snowboardlehrer. Bei Snowplaza berichte ich über die neuesten Trends und News im Wintersport.

 
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