22. April 2017 Von: Marlene in 'Reiseberichte'' | 0 Kommentare

Nicht selten bringt der Frühling die schönsten Tage zum Skifahren. Während im Tal bereits die ersten Knospen und der Gesang der Vögel für Frühlingsgefühle sorgen, sind die Gipfel hoch oben noch weiß. Die Sonne sorgt allerdings auch am Berg für angenehme Temperaturen und der Lichtschutzfaktor sollte an den Tagen im Schnee nicht zu niedrig gewählt werden. Snowplaza war zum Frühlingsskifahren in Davos Klosters unterwegs und erzählt Ihnen, warum Palmen im Schnee plötzlich gar nicht mehr so fehl am Platz wirken und was es mit hausgemachter "Wähe" auf sich hat.

08:47 Uhr: Der Start in den perfekten Skitag

Die Lifte in Davos Klosters öffnen früh. Bereits ab 8:00 Uhr in der Früh startet im Schweizer Skigebiet der Skibetrieb. Um dreiviertel neun fahre ich nach oben. Im Tal ist es diesig. Dichter Nebel hängt in den Bergen und der Gipfel ist nicht zu sehen. Mit der Großraumgondel geht es zur Zwischenstation und nach einem Umstieg dann weiter bis zum Gipfel. Tipp aus Erfahrung: Wer auf der Mittelstation die Toilette aufsucht, muss einige Zeit warten bis die nächste Großraumgondel weiter nach oben fährt.

09:08 Uhr: Über den Wolken

Von der Mittelstation bis zum Gipfel ändert sich die Wetterlage schlagartig. Sobald die tiefhängenden Wolken unter uns sind, werden wir von strahlendem Sonnenschein begrüßt. In meinem Kopf wird der Ohrwurm "Über den Wolken" angestimmt. So fühlt es sich auch an. Der Nebel im Tal wirkt wie Watte und beinahe unecht. Am Gotschnagrat auf 2.258 Metern kommt deshalb erstmal die Sonnencrème zum Einsatz.

10:00 Uhr: 360-Grad-Panorama am Weißfluhgipfel

Um zum Weißfluhgipfel zu kommen, steht noch eine Fahrt in einer Großraumgondel an. Bis zum Gipfel dauert es nicht lange und die Wartezeit, bis die Bahn eintrifft, sollte in Kauf genommen werden. Denn auf einer Höhe von 2.844 Metern empfängt einen ein unglaubliches 360-Grad-Panorama. In den Tälern hängt nach wie vor der Nebel, aber der Blick lohnt sich dennoch!

11:10 Uhr: Skigebiets-Hopping

Im Anschluss an das schöne Panorama ist wieder Skifahren angesagt. Zuerst zurück zum Weißfluhjoch und anschließend von dort aus auf einer langen Talabfahrt mit 1.100 m Höhenunterschied bis nach Davos hinab. Dort steht eine Querung des Ortes an. Auf der anderen Seite führt schließlich die neue Jakobshornbahn auf das Jakobshorn hinauf. Der trendige Skiberg ist bekannt für seine breiten Pisten-Autobahnen und einem der besten Snowparks der Schweiz.

12:32 Uhr: Einkehr an der Jatzhütte

Am Jakobshorn angekommen, hat sich der Nebel langsam gelichtet und der Magen meldet sich zu Wort. Die Hütten sehen mit ihren gemütlichen Sonnenterrassen allesamt einladend aus. Die Entscheidung fällt zugunsten der Jatzhütte. Von dem großen Plateau aus wird ein herrlicher Blick über das Sertigtal ermöglicht. Die gepolsterten Loungeliegen lassen sich für noch mehr Komfort gegen eine stündliche Gebühr von 5 CHF pro Person anmieten.

Einkehr auf der Jatzhütte

Einkehr auf der Jatzhütte

12:51 Uhr: Im Whirlpool unter Palmen im Schnee

Gegensätzlicher könnte es an der Jatzhütte kaum noch zugehen. Der Schnee knirscht unter den Skistiefeln. Auf der Sonnenliege nebenan räkeln sich Damen im Bikini in der Sonne und vereinzelt spenden Palmen wohltuenden Schatten. Die Sonne heizt von oben, der Schnee kühlt von unten. Und irgendwo nebenan sitzt ein Gast in Badehose im Whirlpool und genießt die Aussicht. Da kommt Urlaubsfeeling auf.

13:14 Uhr: Die schönste Carvingpiste am Jakobshorn

Auch wenn auf der Jatzhütte sommerliche Gefühle aufkommen, sind die Pisten dank der Höhe sehr griffig und gut zu befahren. Es gibt keine großen Hügel und die glatt planierten Abfahrten laden zum Carven ein. Die wohl schönste Carvingpiste führt übrigens von der Jatzhütte aus zum Jatzlift hinab. Zu Anfang vorbei am Snowpark mit riesigen Kickern und anschließend auf einer mittelschweren und breiten Piste bis zur Lifttalstation.

14:45 Uhr: Hausgemachte Wähe

Die Sonnenterrasse an der Bergstation der Jakobshornbahn lädt zu einer weiteren Einkehr ein. Ein Nachmittagskaffee geht schließlich immer. Aus Neugier wird die hausgemachte "Wähe", die in der Karte angepriesen ist, gleich mitbestellt. Wirklich appetitlich hört es sich im ersten Moment zwar nicht an, dafür schmeckt die kuchenähnliche Süßspeise mit Beeren umso besser.

15:37 Uhr: Über die Talabfahrt nach Davos

Nach der Einkehr verrät der Blick auf die Uhr, dass sich der Tag in Davos Klosters dem Ende zuneigt. Doch noch steht die Talabfahrt bevor. Denn nicht nur von Parsenn gelangt man wieder bis nach Davos, auch vom Jakobshorn aus ist das möglich. Die Abfahrt ermöglicht im oberen Teil den gewohnt schönen Blick über das Tal und mündet schließlich in einen verschlungenen Waldweg. So geht der abwechslungsreiche Skitag mit einer abwechslungsreichen Abfahrt stimmig zu Ende.

Praktische Infos zu Davos Klosters

Davos Klosters besteht aus sechs Teilgebieten und hat über 300 Pistenkilometer zu bieten. Im Hochwinter ist das Skigebiet ein Eldorado für Tiefschneefahrer. Gerade in Pischa laden unberührte Hänge zum Abseitsfahren ein. Natürlich nur, wenn die entsprechende Sicherheits-Ausrüstung bei den Geländefahrten dabei ist. All jene, die auf der Suche nach langen Abfahrten sind, werden im Skigebiet Parsenn fündig. Insgesamt sind die Pisten gerade hier breit und lang und befinden sich meist im mittelschweren Bereich. Mehr dazu >

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Als Wahlmünchenerin habe ich die Alpen ja quasi vor der Tür und bin deshalb gern in den Bergen unterwegs. Von Oktober bis Mai und manchmal auch im Hochsommer begleiten mich dabei meine geliebten Skier.

 
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