15. Juli 2022 Von: Miriam in Gaudi

Ein Sportgerät oder zwei? Beide Füße auf jeweils einem Brett oder beide Beine fest an einem Board dran? Irgendwie scheint es ja eine Art inoffiziell ausgefochtener Contest zu sein, zwischen SkifahrerInnen und SnowboarderInnen: Was ist nun besser, actionreicher, cooler? Skifahren oder Snowboarden? Die eine Sportart gibt es schon länger, die andere sieht lässiger aus? Die Argumente sind zahlreich, noch zahlreicher sind die Meinungen dazu. Snowplaza zeigt, warum Skifahren besser ist als Snowboarden. Einen Artikel, warum Snowboarden besser ist als Skifahren haben wir natürlich auch geschrieben.

1. Auf Skifahrer muss nach dem Lift niemand warten

Der Lift kommt oben an, alle gleiten von ihren Sitzen und gleich den Berg wieder hinunter. Zumindest, wenn sich nur SkifahrerInnen in der Gruppe befinden. Ist ein Snowboarder dabei, müssen alle warten, bis derjenige sein Brett wieder festgeschnallt hat. Allerdings, wie SnowboarderInnen auf einem Bein vom Lift weghoppeln, während die SkifahrerInnen sich nur die Schlaufen der Skistöcke über die Hände schieben, ist schon ein lustiger Anblick. Wenn es ein fortgeschrittener Snowboarder ist, geht’s noch verhältnismäßig schnell. Ein Anfänger kann die Bindung nicht im Stehen festmachen, sondern muss sein Board erst mal zum nächsten Sitzplatz zerren.

Aletsch Arena Ski im Lift
Raus aus dem Lift und rauf auf die Piste - für SkifahrerInnen kein Problem

2. Skifahren ist leichter zu lernen

Viele sind sich einig, dass Skifahren leichter zu erlernen ist als Snowboarden. Das liegt vornehmlich daran, dass sich die Füße beim Skifahren in einer natürlichen Position befinden, anders als auf dem Snowboard. Beim Skifahren ist es auch leichter das Gleichgewicht zu halten, weil man mehr Instrumente zur Hilfe nehmen kann als seine eigene Muskelkraft und Balance. Snowboard-Anfänger hingegen landen, so ganz ohne Stöcke und mit nur einem Brett, regelmäßig auf dem Hintern. Und das führt zu schmerzhaften blauen Flecken.

3. Weniger Stress mit Skiliften

SkifahrerInnen steigen ganz bequem in einen Anker- oder Tellerlift, bei SnowboarderInnen gestaltet sich das Ganze schon schwieriger. Der Anker wird in den Oberschenkel eingehängt und je nachdem, wie lang die Fahrt dauert, kann das dann doch mal schmerzhaft werden. Zudem gilt, vieles gleichzeitig zu tun: Anker nicht verlieren, Spur halten, in Balance bleiben und möglichst nicht rausfallen. Interessant wird es dann auch wieder beim Aussteigen.

4. Kein Problem mit flachen Ziehwegen

Viele Strecken in Skigebieten fallen für SnowboarderInnen schon mal generell weg, weil sie zu flach sind. Das gilt besonders für Skiverbindungen und Skirunden. Der Skifahrer stößt sich einfach mit den Stöcken ab und kommt locker voran, der Snowboarder schleppt und geht zu Fuß. Alternativ leiht er sich einen Skistock oder bewegt sich nur noch hopsend vorwärts.

5. Off-Piste ist auf Skiern eine größere Herausforderung

Klar sieht es cool aus, wenn SnowboarderInnen große Bögen in den Tiefschnee ziehen, eine Schneewolke hinter sich aufwirbeln und mit der Hand in den Schnee fassen. Noch besser fürs Ego ist allerdings eine perfekte Spur von Kurzschwüngen auf Ski.

Ski Tour Nendaz en Veysonnaz
Das Gefühl purer Freiheit, auf unberührten Hängen die ersten Schwünge ziehen.

6. Bei Skifahrern bleibt der Hintern warm

Möchte ein Snowboarder auf der Piste mal kurz anhalten, bleibt keine andere Möglichkeit, als sich in den Schnee zu setzen. SkifahrerInnen behalten die Bretter entweder unter den Füßen oder, wenn’s mal länger dauert, werden die Ski einfach ausgezogen und irgendwo hingestellt.

7. Geringere Verletzungsgefahr

Nachweislich ist die Verletzungsgefahr bei SnowboarderInnen an Schultern, Knie und vor allem an den Handgelenken höher. Denn der natürliche Reflex ist, sich beim nach-vorne-fallen mit den Händen abstützen zu wollen. Und oft geht dabei eben etwas schmerzhaft zu Bruch.

8. Mehr Möglichkeiten im Snowpark

Man könnte ja sagen, Skitricks sehen bei Freestyle-SkifahrerInnen irgendwie eindrucksvoller aus als bei SnowboarderInnen, aber das ist wohl Geschmacksache. Sicher ist aber, dass es mit Ski viel mehr Möglichkeiten für Tricks gibt als mit dem Snowboard. Ein Sprung mit gespreizten Beinen könnte beim Snowboard zur Herausforderung werden.

Skifahrer im Snowpark
SkifahrerInnen haben mehr kreative Möglichkeiten im Snowpark

9. Überall steckt das Wort „Ski“ drin

Deutlicher geht es ja kaum: Es heißt SKIgebiet, Après-SKI, SKIschule, SKIpiste, sollen wir noch weitermachen? Selbst das Wort, was SnowboarderInnen mal versucht haben, zum Skivokabular hinzuzufügen, nämlich Boardpark, wurde in Snowpark umgewandelt.

10. Schneller, höher, weiter

Mit Ski ist man einfach schneller unterwegs als mit dem Snowboard. Dadurch können SkifahrerInnen auch höher und weiter springen. Das hat mit der Körperhaltung zu tun, der Skifahrer kann sich kleiner zusammenkauern als der Snowboarder. Interessanter Fakt: Die Höchstgeschwindigkeit, die bei Snowboardern gemessen wurde, betrug 203 km/h. Bei Skifahrern war es 255 km/h.

Ist Skifahren besser als Snowboarden?

Wenn du die Argumente von Snowplaza nicht so recht überzeugend findest, hier findest du die Liste mit 7 Gründen, warum Snowboarden besser ist als Skifahren.

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Morgens früh Schwünge auf fast leeren Pisten zu ziehen ist Miriams Highlight beim Skifahren, deswegen ist sie auch immer eine der Ersten an der Gondel. Am liebsten bei bestem Wetter und optimalen Pistenbedingungen. Nach dem Skifahren genießt sie Saunagänge und die kulinarischen Köstlichkeiten der Alpen.

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