13. März 2020 Von: Max in SkifahrenReiseberichte

Die fünfte und letzte Destination auf unserer Skisafari durch die Schweiz ist ein Ort der Rekorde – eine der größten Eisgrotten der Alpen, die höchstgelegene unterirdische Standseilbahn und das höchstgelegene Drehrestaurant bilden Schauplätze, die uns nicht mehr so schnell aus den Köpfen gehen sollten. Über allem thronen der mächtige Fee-Gletscher und die sagenhafte Anzahl von 18 Viertausendern im Saastal. In diesem Weblog geben wir einen Einblick in unsere Erfahrungen auf den Skipisten von Saas-Fee und gehen der Frage nach was diese Destination so besonders macht.

Skifahren in Saas-Fee

An unserem ersten Skitag in Saas-Fee wollen wir ganz hoch hinaus, denn wir haben gehört, dass man hier bis auf über 3.600 m mit dem Skilift aufsteigen kann. Unser Ziel ist das Mittelallalin, wo sich neben den Skipisten, auch das höchstgelegene Drehrestaurant der Welt befindet. Den Weg dorthin bestreiten wir unter anderem mit der höchstgelegenen Standseilbahn der Welt, der Metro Alpin, die uns auf 3.500 m transportiert. Doch oben angekommen, können wir aufgrund der atemberaubenden Aussicht auf die mächtige Bergwelt nicht direkt an Skifahren denken, sondern genießen erst einmal das Panorama, das auch den Dom miteinschließt, den höchsten Berg der Schweiz (4.545 m). Erst als jeder genug gestaunt hat, machen wir uns auf den Weg die Skipisten vom höchsten Punkt des Skigebiets aus zu erkunden. Mit dem letzten Schlepplift geht es noch eine Etage höher und spätestens dann werden die kühnsten Skifahrerträume wahr.

Unsere Lieblingspisten in Saas-Fee

Man stelle sich vor: ein Gletscher wie aus einer Himalaya-Dokumentation bildet die Kulisse, wenig bis gar keine Statisten (andere Skifahrer) an diesem sonnigen Tag im Januar und breite, perfekt präparierte Pisten. Am meisten Carvingspaß hatten wir auf den Pisten 18 und 19, die auch im Sommer befahren werden können. Auf dem oberen Abschnitt der Piste mit der Nummer 11 erhaschen wir den besten Blick auf den mächtigen Fee-Gletscher. Im dazugehörigen 4er-Sessellift kann man dann wieder auf dem Weg nach oben die mächtigen Gletscherspalten und herausragenden Eisformationen bewundern.

Die Aussicht vom Mittelallalin ist einfach atemberaubend schön.
Der Fee-Gletscher in seiner ganzen Pracht vom Sessellift aus.

Wir erkunden eine der größten Eisgrotten der Welt

Nachdem wir uns auf den Skipisten am Fee-Gletscher ausgetobt haben, besuchen wir eine der größten Eisgrotten der Welt. 5.500 m³ ist sie groß, das entspricht dem Volumen von zwei olympischen Schwimmbecken. Olympisch alt ist auch das Eis im Eispavillon. Während der Begehung erreichen wir Eisschichten, die sagenhafte 2.000 Jahre alt sind. Zahlreiche Mythen und Sagen ranken sich auch um die Entstehung des Gletschers. Eisfiguren und in Eis eingefrorene Blumen säumen unseren Weg durch die Tiefen des Fee-Gletschers und erzählen ganz leise ihre Geschichten. Wer sich in den Eispavillon begibt, dem empfehlen wir an der Stelle gutes Schuhwerk und eine Winterjacke, da die Temperatur im Inneren des Gletschers konstante -5° Celsius beträgt und auf Eis gelaufen wird.

Wer würde gerne auf diesem Eisthron sitzen?
Mythen und Sagen ranken sich um das Innere des Fee-Gletschers.

Schlittschuhlaufen am Fuße des Fee-Gletschers

Und weil wir ja, neben dem Skifahren, einfach alle Dinge lieben, die man auf Eis und Schnee machen kann, leihen wir uns am Ende des Tages ein paar Schlittschuhe aus und ziehen unsere Runden auf dem Eislaufplatz. Es ist wohl der Eislaufplatz mit der beeindruckendsten Aussicht, die wir je gehabt haben, denn auch von hier aus, am Rande des Skiorts Saas-Fee, hat man die mächtige Bergkulisse von Dom und Fee-Gletscher stetig im Blickfeld. Der Eislaufplatz eignet sich ebenfalls zum Eishockeyspielen und Eisstockschießen. Das machen wir dann nächstes Mal!

An guten Tagen sieht man hier bis nach Italien (Mittelallalin, 3.500 m)
Auf der Piste Nummer 11 kommen wir gemütlichen Berghütten entgegen, die zu einer kleinen Rast einladen.

Reisetipps für Saas-Fee

Wer nach Saas-Fee reist kann nicht nur, sondern muss sein Auto am Dorfeingang auf den Parkplätzen stehen lassen. Der Ort ist autofrei, was uns persönlich sehr gut gefiel, da man sich auf den Straßen sicher und gemütlich fortbewegen kann. Dadurch macht ein Spaziergang durch das authentische Dorfzentrum mit Einkaufsmöglichkeiten gleich doppelt so viel Spaß. Der einzige Verkehr, den es gibt, besteht aus den Elektroautos der Hotelbetriebe, die ihre Gäste von den Parkplätzen abholen und auch wieder dort abliefern.

Authentisch und gemütlich - das Dorfzentrum von Saas-Fee.
Auf der Après-Ski-Meile trifft man sich nach dem Skifahren in Saas-Fee.

Facebook-Live aus Saas-Fee

Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes haben wir live aus dem Skigebiet Saas-Fee gesendet. Gestartet sind wir am Mittelallalin, weiter ging es auf unseren Lieblingspisten bis zum Riesentorlauf und zum Restaurant Morenia, wo wir unseren Local, den Skilehrer Daniel getroffen und zu einem Skiduell mit Julian herausgefordert haben. Die Sendung mit all unseren Highlights im Skigebiet Saas-Fee können Sie sich hier und jetzt noch einmal ansehen.

Überblick Skigebiet Saas-Fee

Im Saastal finden Skifahrer und Snowboarder nicht nur das Skigebiet Saas-Fee, sondern auch die Skigebiete Saas-Grund und Saas-Almagell. Zusammen bilden sie die Destination Saas-Fee/Saastal mit 150 Pistenkilometern. Auf dem Gletscher können Sommerskifahrer auch in der warmen Jahreszeit Ski fahren. Winterwanderer und Schlittenfahrer finden am naturbelassenen Berg Hannig, der von Saas-Fee aus erreichbar ist, viele Wege und Rodelbahnen, die es wert sind zu Fuß oder mit dem Schlitten erkundet zu werden. Daneben gibt es weitere spannende Aktivitäten für Skiurlauber im Saastal. Dazu gehören Nachtskifahren und Vollmondskifahren sowie das Sunrise Skiing und die Fonduegondel, in der man sich während der Auffahrt zum Spielboden eines der Schweizer Nationalgerichte schmecken lassen kann. Mehr Informationen zu Saas-Fee und dem Saastal >



Aufgewachsen im schönen Bayern, hatte ich die Berge stets in greifbarer Nähe. Im Winter arbeite ich im Zillertal als Snowboardlehrer. Bei Snowplaza berichte ich über die neuesten Trends und News im Wintersport.