25. Januar 2018 Von: Sarah in 'Skifahren'' | 0 Kommentare

Sicher gibt es im Skigebiet schon öfter einmal spektakuläre Saltos, Sprünge oder Skifahrer zu sehen, die Rückwärts fahren, aber das passiert dann meistens eher in den Funparks. Auf den normalen Skipisten ist dieser Anblick schon seltener und schon gar nicht sehen Skifahrer und Snowboarder Personen, die wirklich Ski-Ballett ausüben. Doch diese Sportart war früher sogar mal bei den olympischen Spielen vertreten und erfreute sich mit ihren spektakulären Sprüngen und der beeindruckenden Körperbeherrschung der Athleten besonderer Beliebtheit. Snowplaza fragt, ob Ski-Ballett in dieser Saison ein Comeback erlebt?

Elegante Kunststücke für die Skipiste mit Ski-Ballett

Von den späten 1960er Jahren bis hin zum Jahr 2000 war die Freestyle-Ski-Disziplin auf den Skipisten dieser Welt zu sehen und beeindruckte Zuschauer mit Flips, Sprüngen und Drehungen, die auf Skier und mit Skistöcken in der Hand ausgeführt wurden. Ab der Mitte der 1970er Jahre wurden die kunstvollen Bewegungen zu Musikstücken von maximal 90 Sekunden ausgeführt und anschließend von einer Jury bewertet. Kurzzeitig kam in den 1980er Jahren auch das Ski-Ballett als Paar auf, was das klassische Ski-Ballett, auch Acrobatics genannt, um Hebefiguren und synchrone Bewegungen ergänzte. Fürs Nachmachen empfehlen wir das nachfolgende Video.

Ski-Ballett bei den Olympischen Spielen

In den Jahren 1988 und 1992 wurde der Ski-Sport sogar bei den Olympischen Winterspielen gezeigt, schaffte es aber niemals, eine eigene Disziplin zu werden. Aufgrund dieser Tatsache nahm das Interesse am Ski-Ballett auch immer weiter ab, bis die FIS International Skiing Federation das Ski-Ballett im Jahr 2000 alle offiziellen Wettbewerbe im Ski-Ballett einstellte. Zu den Sportlern zählten die Amerikanerin Suzy Chaffee, der Amerikaner Lane Spina, der im Ski-Ballett sogar zwei olympische Medaillen gewann sowie der Norweger Rune Kristansen. Letzterer gewann bei den FIS Freestyle World Ski Championships 1995 eine Gold-Medaille und erreichte im Laufe seiner Karriere 54 World-Cup-Siege.

Der Ursprung des Freestyle-Skifahrens

Ski-Ballett gilt aus Ursprung für den heutigen Freestyle-Ski, da sich in den 60er Jahren besonders die amerikanische Jugend Möglichkeiten suchten, sich von dem bis daher eher gediegenen Skisport zu distanzieren. Es gab ein Starttor und ein Zieltor, und dazwischen konnte gemacht werden, was man wollte. Als schließlich der Weltverband das Ski-Ballett für sich entdeckte, kamen zusätzliche Regeln, weil festgelegt werden sollte, wie lang die Skipiste sein müsste oder wie viele Sprünge gezeigt werden. Einzelne Elemente daraus schafften es sogar nach Olympia, aber das Ski-Ballett selbst verschwand immer mehr von der Bildfläche, bis das internationale Interesse schließlich ganz abbrach. Skifahrer, die sich selbst einmal daran versuchen möchten, sind herzlich eingeladen, uns die Ergebnisse per Foto und Video zu zeigen.

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Hallo, ich bin Sarah. Meine Skikarriere begann mit Benjamin Blümchen-Skiern, mit denen ich wohl mehr angegeben habe, weil sie so schön rosa waren, anstatt dass ich wirklich damit gefahren bin. Heute bin ich für Snowplaza auf den Pisten unterwegs und berichte von meinen Erlebnissen im Snowplaza Blog.

 
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