19. Februar 2017 Von: Marlene in 'Reiseberichte'' | 0 Kommentare

Seit 2009 sind die Dolomiten und die Latemargruppe Teil des UNESCO Weltnaturerbes. Somit gehört die Alpenregion mit den eindrucksvollen Bergmassiven offiziell zu den schönsten der Welt. Kein Wunder also, dass die Menschheit seit jeher von den Dolomiten beeindruckt war. Mitten in der schützenswerten Region liegt das familien- und kinderfreundliche Ski Center Latemar. Snowplaza war bei frischem Schnee in Obereggen und verrät Ihnen, wie Weltnaturerbe und Pistentourismus Hand in Hand gehen und was Sie im Ski Center Latemar zwischen Südtirol und Trentino auf keinen Fall verpassen sollten.

08:55 Uhr: Der beste Kaiserschmarrn in Südtirol

Ich bin immer wieder verwundert, wie ich als bekennender Langschläfer trotzdem pünktlich am Lift stehen kann. Nichts motiviert mich morgens so sehr wie die Vorfreude aufs Skifahren. Ganz ohne Kaffee geht es trotzdem nicht. Den gibt es nach der Auffahrt mit dem Sessel in der Weigler Schupf Hütte, die im Ski Center Latemar mit ihrem urigen Flair punktet. Die kleine aber feine Hütte mit nur wenigen Tischen ist im Besitz von Familie Plank, die zu dritt den Alltagsbetrieb stemmen. Der Kaffee weckt in Kombination mit der Sonne und dem netten Ambiente meine Lebensgeister vollständig. Übrigens: Der Kaiserschmarrn ist einer der besten in ganz Südtirol!

9:30 Uhr: Carven auf der Europacup-Piste

Nach dem guten Einstieg auf der Weigler Schupf Hütte wird nun endlich Ski gefahren. Die ersten Schwünge klappen gut. Dann kann ich mich ja gleich der Europacup-Strecke zuwenden. Die verläuft seit dieser Saison nicht mehr über die Oberholz-Piste, sondern der Europacup fand auf der Maierl-Piste statt. Einheimische behaupten, die Abfahrt gehöre zu den besten im Skigebiet in Obereggen. Sie sollen Recht behalten. Die Piste lädt so schön zum Fahren und Carven ein, dass ich beinahe den ganzen Vormittag auf der neuen Europacup-Abfahrt verbringe.

10:46 Uhr: Die Funslope wird getestet

Schweren Herzens und dazu mit schweren Beinen verlasse ich die Maierl-Abfahrt, um noch mehr vom Skigebiet zu sehen. Mein Weg führt mich vorbei am Funpark. Obwohl ich in diesem Bereich kein Profi bin, ist auch mir klar, dass der Park ziemlich groß ist und sogar eine Funpipe besitzt. Es gibt Kicker in allen Schwierigkeitsgraden und augenscheinlich trainiert im Funpark die heimische Szene neben Touristen aus nah und fern. Weil ich mir auf Kickern und Rails das Verletzungsrisiko zu hoch ist, wende ich mich stattdessen der Funslope zu.

12:30 Uhr: Zum Mittagessen gibt's Latschenkiefer

Pünktlich zur Mittagszeit meldet sich mein Magen zu Wort. Weil ich weiß, dass Ignorieren nichts hilft, begebe ich mich zur neuen Oberholz Hütte. Das moderne Haus mit den riesigen Glasfassaden wurde erst 2016/2017 eröffnet. Halb in den Fels eingelassen fügt sie sich gut in die Umgebung ein. Von innen ist die Hütte hell, modern und stylisch eingerichtet. Schon jetzt ist sie bekannt für ihre regionale und saisonale Küche. Die Latschenkiefer ist beispielsweise sehr verbreitet und ihr Aroma peppt in der Oberholz Hütte sämtliche Getränke und Gerichte auf.

Neue Oberholz Hütte im Ski Center Latemar

14:10 Uhr: Es wird italienisch gesprochen

Nach dem Mittagessen geht es weiter in Richtung Pampeago und Predazzo im Fleimstal (Val di Fiemme). Insgesamt erstreckt sich das Skigebiet somit auf rund 40 Pistenkilometern, die allen Ansprüchen gerecht werden. Zwar ist das Ski Center Latemar eng zusammengeschlossen, dennoch gibt es eine Sprachgrenze, die in Höhe des Zanggenbergs (2.492 m) verläuft. Früher haben sich die Südtiroler und die Trentiner tatsächlich um den Besitz des Berges gezankt, heute verläuft die Zusammenarbeit sehr freundschaftlich trotz verschiedener Muttersprachen. In Obereggen in Südtirol sprechen die meisten Skifahrer Deutsch, in Predazzo in Trentino wird Italienisch gesprochen.

Blick auf den Zanggenberg in den Fleimstaler Alpen

Blick auf den Zanggenberg in den Fleimstaler Alpen

Skifahren vor der Traumkulisse der Dolomiten

16:00 Uhr: Spektakuläres Après-Ski in Obereggen

Zurück in Obereggen neigt sich der Skitag langsam dem Ende entgegen. An der Talstation steht ein riesiges Indianerzelt. Hier kann man bei coolen Beats und leckeren Cocktails den perfekten Skitag ausklingen lassen. Allerdings ist in Obereggen das Ski-Angebot auch in der Nacht sehr attraktiv. So gibt es eine beleuchtete Rodelbahn und selbst der Snowpark wird an manchen Abenden von Flutlicht ausgeleuchtet. Jeden Montag steigt außerdem die "Obereggen Night Show", bei der die besten Freestyler der Region ihr Können unter Beweis stellen. Fazit: Das Skigebiet Obereggen bietet damit alle Facetten eines großen Top-Skigebiets, nur im gemütlichen Rahmen.

Weitere Informationen über Obereggen

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Als Wahlmünchenerin habe ich die Alpen ja quasi vor der Tür und bin deshalb gern in den Bergen unterwegs. Von Oktober bis Mai und manchmal auch im Hochsommer begleiten mich dabei meine geliebten Skier.

 
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